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Zm2 = prekär + glücklich
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Geschrieben von Eva-Maria Stuckel um 08:59
Edith Viktoria Martha und Julius Johann Heinrich: geboren am 05. November 2007 um 19.34 Uhr und 19.24 Uhr in Gladbeck/Westfalen.
Geschrieben von Eva-Maria Stuckel um 21:01
Mein KFVR-Vorstandskollege Franz Wegener hat eine intellektuell scharfsinnige Kritik über die Triennale-Aufführung "Merlin oder Das wüste Land" in der Maschinenhalle Gladbeck geschrieben. Intellektuell scharfsinnig muss ich sie nennen, da sie ein pretty upper level gegenüber den Kinokritiken in der INTRO vor 15 Jahren darstellen.
Wie war das noch mal mit "Hard Targets"? "Sie lesen: Jean-Claude van Damme. Sie lesen: Dolph Lundgren. Sie denken: Scheiße!" - "Ja, wir sind alle gewachsen ..." - so sein Kommentar in der Nudelwelt bei Pizza Hawaii und Tagliatelle alla puttanesca.
Anbei noch der Artikel aus der WAZ Gladbeck mit einem lächelnden Fraktionsvorsitzenden. Wir beide wissen nicht, wie das zu deuten ist ;-)
Das Leben als Baustelle--> WAZ.de: Das Leben als Baustelle
Viel Beifall für die zweite Triennale-Premiere "Merlin oder Das wüste Land" in der Maschinenhalle in Zweckel. Besucher loben "tolle Atmosphäre dieser außergewöhnlichen Theaterbühne"Die Erwartungen waren hochgespannt: Nach seiner vielumjubelten Maschinenhalle-Premiere vor einem Jahr mit Calderons "Das Leben ein Traum", brachte Regisseur Johan Simons (NT Gent) am Donnerstagabend nun "Merlin oder das wüste Land" auf die Bühne. Tankred Dorsts Stück über die Artus-Sage und den Parzival-Mythos verlegt Simons auf eine imaginäre ("wüste") Baustelle.
Vieles ist anders als im letzten Jahr: Herbstliche Stimmung, nasskaltes Wetter. Das Publikum drängt sich eingekeilt im Eingangsbereich. "Warum hat man nicht, wie früher üblich, den oberen Stock freigegeben? Entspannte Gespräche bei einem Glas Wein waren bei diesem Geschiebe unmöglich", moniert die stellvertretende Bürgermeisterin Ursula Ansorge. Ansonsten ist sie vom Ambiente der Maschinenhalle nach wie vor bezaubert, lobt die "tolle Leistung der Schauspieler".
So sieht´s auch Grünen-Fraktionschef und Ratsherr Mario Herrmann, er kann der Inszenierung einiges abgewinnen. "Man könnte fast sagen: Gleich wie das Stück ist, allein die Atmosphäre ist beeindruckend", meint er lächelnd. Ganz anders sein Parteifreund, Ratsherr Franz Wegener: "Wenn Sie während einer Vorstellung, die rund zweieinhalb Stunden dauert, bereits nach einer Stunde das erst Mal gelangweilt auf die Uhr schauen, dann stimmt etwas nicht". Er hält die Inszenierung für überdreht: "Nette Gesangseinlagen lockern die Öde dieser blutleeren Inszenierung etwas auf." Bei der Calderon-Aufführung hätten die Aperçus gesessen, die Halle sei optimal genutzt worden. Wegener: "Der Mythos will ausgelegt werden, muss modern verständlich in die Gegenwart geleitet werden." Bühnenbild und Kostüme (alte Müllsäcke) sprächen für eine "Brechung des Mythos": "Dekonstruktion war gestern, heute kommt Kultur nicht ohne Kult aus!"
Kulturamtsleiter Lothar Sikorski, die frühere CDU-Ratsfrau Hildegard Groß-Albenhausen und Andrea Wollau nehmen gute Eindrücke mit. Die Musik (und die "wahnsinnig guten Stimmen der Schauspieler") hätten sie angenehm überrascht. Auch die Halle - ja sie war "wieder eine ganz andere Bühne". Auch SPD-Fraktionschef Michael Hübner war begeistert: "Phantastisch, was die Schauspieler leisten." Das Bühnenbild habe ihn an "Das Eis" erinnert. "So etwas kann jedes Jahr wiederholt werden!" Volksbank-Direktor Dieter Blanck meint: "Ich war sehr angetan von der Aufführung. Die Maschinenhalle ist nun endlich im Bühnen-Olymp angekommen!"
28.09.2007 Von Detlev Kittler-Capredon Fotos: Ulla Michels
Geschrieben von Eva-Maria Stuckel um 19:10
Hui! Ab 01. Oktober bin ich im Urlaubssemester und habe die letzten Wochen neben der Arbeit für's Ausstatten genutzt. Im Hospital möchte ich ein Einzelzimmer, um meinen Ruhefaktor hochzuschrauben. Rein rechnerisch sind es übrigens noch 8 Wochen (33 + 1). Gleichwohl kommt mir mein Bauch wie im "Letztstadium" vor: der soll noch größer werden? *wunder*
Immerhin: Im Büro ist ja viel Platz. Bald wird sich auch zeigen, wie in Gladbeck die U3-Betreuung funktioniert. Ach ja, Gladbeck ;-)

Geschrieben von Eva-Maria Stuckel um 14:14
Meine Mutter hat sich zur Einrichtung eines Blogs entschlossen und Werner war ihr dabei behilflich - vielen Dank!
--> Dezember 2006 in Zürich
--> Im Glarner Tal
Geschrieben von Eva-Maria Stuckel um 10:48
Jeder, der meint, sich als Religionsversteher präsentieren zu müssen, präsentiert sich derzeit mit diesem Mann. Vielleicht kann man ja beim nächsten Musik-Festival mit Yusuf über die richtige Methode des "executionings" diskutieren. Oder ist das alles nur eine Frage der "authority"?
Geschrieben von Eva-Maria Stuckel um 20:04
Привет! Меня зовут Ева-Мария и я живу в Гладбеке ь центре города. Гладбек находится в Рурском бассейне в Северном Рейне-Вестфалии. Я работаю в маленьком офисе и у меня очень маленькая фирма - я делаю книги дома.
Раньше я изучала немецкую литературу, философию и педагогикю в университете г. Бохуме - сейчас я изучаю немецкий как иностранный язык, тоже здесь. У меня любимые родители и очень веселые друзья. Мы с мужем живём в красивой квартире в большом доме. Мои друзья и их симпатичная собака живут в большой квартире под нами. Иногда я отдыхаю в нашем старом саду.
Я люблю гулять в лесу, покупать продукты, читать книги, отдыхать дома, смотреть хорошие фильмы у слушать французскую музыку. Я не люблю дорогую мащину, большую вечеринку и бывать в каждом магазине. Как вы видите, я трачу мало денег. Я люблю яблочный сок, молоко с шоколадом, русские чай и конечно воду. Я не люблю водку, пиво и старый кофе.
Я умею готовить австрийскую еду, я не умею играть в футбол или на пианино - это очень жаль! Я умею работать с интернетом и писать письма на компьютере, потому что у меня много практики. Я ищу всегда интересного человека, старую книгу и прекрасний парк. И я хочу спать долго в воскресенье.
Ева-Мария Штуккéль, дата рождения 01 марта 1969 г. Гельзенкирхене. Длинные, тёмные волосы и карие глаза - иногда неразбериха в голове когда я слушаю преподавательницу на уроке.
Geschrieben von Eva-Maria Stuckel um 18:22
Genre: Latin.
Me gusta tu compañia
Tú eres de buena sociedad
Díme adónde vas
(Contigo estaré)
Me dio tu obsesión
(El enamorado)
Si mi corazón
Se ha enamorado
El temperamento del mar y del sol
Somos tan felices
Y sobre las nubes muy cerca de ti - cielo
Siempre regreso
No sé más
No sé más
Lo paso muy bien aquí
Pero tengo una cita más
Díme adónde, adónde vas
(Contigo estaré)
Si mi corazón
Se ha enamorado
El temperamento del mar y del sol
Somos tan felices
Y sobre las nubes muy cerca de ti - cielo
Siempre regreso
No sé más
El temperamento del mar y del sol
Somos tan felices
Y sobre las nubes muy cerca de ti - cielo
Siempre regreso
No sé más
Es un día emocional
Mi país y mis padres
Y tú mi novia
Es un día emocional
Tengo que regresar
Porque tenemos que hablar
El temperamento del mar y del sol
Somos tan felices
Y sobre las nubes muy cerca de ti - cielo
Siempre regreso
No sé más
El temperamento del mar y del sol
Somos tan felices
Y sobre las nubes muy cerca de ti - cielo
Siempre regreso
No sé más
Geschrieben von Eva-Maria Stuckel um 13:56
Я работаю, работаю, работаю ... alles klar? Jetzt noch fixer durch Modifizierung der Eingabegebietsschemaleiste!
Wer hätte gedacht, dass ich ein paar Monate nach Beginn meines DaF-Zusatzstudiums von Aufträgen erschlagen werde? Nächste Woche habe ich darüber hinaus jeden Abend einen kommunalpolitischen Termin - например. Und ein Titel des KFVR befindet sich auf Platz 7 der BoD-Bestsellerliste (Stand: сегодня). Die Pfingstferien werde ich außerdem dazu nutzen müssen, ein Protokoll über die Triennale zu verfassen.
Zum Schluss: Wer den russischen Akkusativ nicht kennt, hat den Begriff "Leid" noch nicht kennen gelernt ... Я люблю слушать французскую музыку. Ich glaube, das ist richtig :-(
notabene
Die Frage, die sich doch wirklich stellt: Kann man digitale Druckvorlagen auch in Second Life anbieten? Всё будет хорошо :-)
Geschrieben von Eva-Maria Stuckel um 22:26
Das meint(e) Mario zu meinem Blog. Nun - zurzeit sind es wenig Worte ;-) Ich habe beschlossen, meine Wohnung auszumisten, endlich den Putzteufel raushängen zu lassen und muss mich zu guter Letzt auf das neue Semester vorbereiten. Bis zum 01. Mai noch ("Tag der Arbeit" schmunzelte der Dozent) habe ich Zeit, eine Hausarbeit im Fach Sprachlehrforschung zu vervollständigen. Wenn ich das nicht mache - selber schuld.
Fast jede Woche habe ich einen Arztermin und beute skrupellos das Gesundheitssystem aus. Früher habe ich mich lieber wochenlang mit einer unbehandelten Bronchitis gequält und dachte, das wäre "Arbeiterehre". Nee, so nich (mehr)! Die nächsten zwei Wochen ist erst mal volles Programm angesagt, denn dann laufen die ersten Seminare an und ich werde noch einiges streichen müssen, was mir zu sehr auf den Geist geht. So konsequent hätte ich letztes Halbjahr auch sein sollen: mit viel anfangen, um dann den Rotstift anzusetzen.
Offenbar habe ich vergessen, wie man das "so" macht - man habe Nachsicht mit mir. Ins VSPL habe ich nun "auch" eingefunden, in Russisch II kriegen wir eine neue Dozentin aufgrund interner Spar-, Controlling- und Managementmaßnahmen, die Buchgestaltung läuft erstaunlich gut, für die Fraktionsgeschäftsführung werde ich einen Wochenplan für einmalige und wiederkehrende Maßnahmen und Erledigungen erstellen.
Mario mag Midnight Man von Flash and the Pan, ich mag Fly like an Eagle von der Steve Miller Band und J*** mag Sé a vida e von den Pet Shop Boys. Und ich geh mal wieder einen Bananensplit essen. Zu viel Schreiben kann nämlich auch vom Wesentlichen abhalten. Nein, ich fühle mich nicht umzingelt und wittere nicht hinter jedem Ereignis eine Verschwörung :-)
Hach, so wenig Weltpolitik! Vielleicht besser, sich neue Goldesel-Quellen erschließen. Oh, dieser "Materialismus" (J***) ...
Geschrieben von Eva-Maria Stuckel um 19:42
Guter Artikel mit harter Schlussfolgerung:
"The worst thing," says French author and former political advisor Bernard Spitz, "would be if we lived contentedly with our debts and our early retirements, telling ourselves the young will pay, just like we told ourselves 'Germany will pay' after the Treaty of Versailles." As Europe has learned before, a bad peace only leads to more war—even between generations.
Geschrieben von Eva-Maria Stuckel um 14:59
Also sorgen wir für Verbreitung:
Erfolgreicher Kundenbetreuer im Inbound, Outbound und Backoffice steht ab sofort für neue berufliche Herausforderungen zur Verfügung!
Geschrieben von Eva-Maria Stuckel um 13:57
Ein griechischer YouTube-Nutzer veröffentlichte auf der Plattform einen Clip, der den türkischen Staatsgründer Atatürk mit rosa Wangen darstellt und sagen lässt: "Ich bin der Vater der schwulen Türken." Das führte zur Sperrung der kompletten YouTube-Site durch ein türkisches Gericht.
Als "schwul" bezeichnet zu werden, scheint in der Türkei (und Griechenland) eine der stärksten Beleidigungen zu sein, kann man daraus schließen. Unter keinen Umständen und auch sonst nicht gibt es irgendeinen Zusammenhang zwischen Atatürk und Schwulen. Jede Verbindung Atatürks zur männlichen Homosexualität ist vollkommen absurd. Schwul und "Atatürk" ist ein Widerspruch in sich.
Konservative Familienpolitiker oder katholische Bischöfe wie seine Exzellenz, der Mixa, können jedoch aufatmen: auch Schwule können offenbar Vater werden.
Geschrieben von Eva-Maria Stuckel um 15:37
... hat der heutige Leitartikel in der tageszeitung von Bettina Gaus. Darin heißt es, "etwas vermögen Erpresser nämlich allemal: Ehrlichkeit zu erzwingen." Super! Habe ich mir doch gedacht, dass der ganze Terrorismus nichts als eine Gelegenheit für den echten Psycho-Trip ist. Endlich sind wir ehrlich und legen die Karten auf den Tisch. Die Menschen werden nicht mehr beschissen und bescheißen sich auch nicht mehr selbst.
Was dem ehemaligen Verteidigungsminister Peter Struck mit seinem Wort "Deutschland wird auch am Hindukusch verteidigt", nicht gelungen ist - nun gelingt es Frau Gaus: "Aber jetzt gibt es Anschlagsdrohungen und Geiseln sollen sterben, weil die Bundeswehr sich künftig mit Aufklärungsflugzeugen an den Kämpfen in Afghanistan beteiligen wird. Das rückt den Hindukusch in die unmittelbare Nachbarschaft von Berlin."
Also besser gar nichts machen, sich aus allem zurückziehen, was auf der Welt nicht niet- und nagelfest ist, und endlich Zeit für den nächsten Rammlerwettbewerb in Herne-Baukau oder Berlin-Zehlendorf. Das wäre doch wenigstens ziemlich ehrlich, oder?
Geschrieben von Eva-Maria Stuckel um 15:09
KHAN YUNIS – Vor einigen Monaten war eine Nachricht an der Tür des winzigen Musikgeschäftes von Mohammed al-Shaer angebracht. Sie warnte ihn, dass der Verkauf von Kassetten und CDs populärer arabischer Musik „haram“ durch den Islam verboten sei. Al-Shaer schenkte dieser Nachricht keine Beachtung, bis diese Woche eine Bombe vor seinem Geschäft hochging. Palästinensische Sicherheitsbeamte nehmen an, dass dies das Werk eines geheimen Sittendezernats muslimischer Militanter war.
Während der vergangenen Monate wurden etwa drei Dutzend Internetcafés, Musikgeschäfte und sogar Apotheken attackiert. Dabei brachten die Angreifer nachts kleine Bomben vor den Geschäften zur Explosion. Diese verursachten Sachschaden, es gab jedoch keine Verletzten.
Die Bombenserie begann im Oktober und ist selbst im gewalttätigen Gazastreifen, wo in den letzten Monaten mehr als 130 Menschen bei Kämpfen zwischen Hamas und Fatah ums Leben kamen, ein neues Phänomen. Die Angriffe könnten auf eine weitere Ausdehnung von religiösem Extremismus im Gazastreifen hindeuten.
Die Polizei glaubte ursprünglich, die Angriffe seien Teil örtlicher Streitereien unter Geschäftsleuten. Doch zunehmend verdächtigt sie eine organisierte Kampagne religiöser Extremisten. „Wir können nicht genau sagen, wer dahinter steckt, doch die sich wiederholende Methode der Angriffe führt uns zu gewissen Schlussfolgerungen“, sagte Gazas Polizeisprecher Ramzi Shaheen ohne deutlicher zu werden.
In Rafah, das an der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Ägypten liegt, wurde letzte Woche eine Billardhalle durch eine riesige Bombe zerstört. Besitzer Ramzi Abu Hilao sagte, er habe zuvor keine Warnung erhalten. „Nach dem Bombenanschlag erhielt ich eine geschriebene Nachricht von einer Gruppe, die sich „Die Schwerter der Wahrheit“ nannte. Die Nachricht begann mit einem Vers aus dem Koran und beinhaltete, die Gruppe wolle das schlechte Benehmen der palästinensischen Gesellschaft korrigieren“, sagte Ramzi Abu Hilao.
Im äußerst konservativen Gazastreifen betrachten gläubige Muslime Internetcafés als Sittenverfall, weil bekannt ist, dass sich junge Männer dort Pornografie ansehen. Musikgeschäfte könnten ein Ziel sein, weil manche Gläubige fürchten, dass Popmusik vom Gebet abhält. Doch die Angriffe auf Apotheken bleiben ein Mysterium, sagte ein Offizieller.
Befürchtungen eines harten islamischen Vorgehens gegen kulturelle Angelegenheiten sind gestiegen seit die islamistische Hamas nach dem Sieg bei den Wahlen vor etwa einem Jahr die Regierung übernahm. Am Montag sagten Offizielle des palästinensischen Kultusministeriums, sie hätten eine Sammlung von Volksmärchen aus den Schulbüchereien genommen und 1.500 Bücher zerstört, weil in diesen Geschichten eindeutig eine sexuelle Sprache vorkomme.
Im Gazastreifen sind Unterhaltung und Entertainment stark eingeschränkt. Es gibt keine Kinos und Theater. Im Internet surfen und Musik hören sind die einzigen Gefühlsventile für junge Menschen.
In den vergangenen Monaten erhielten in Khan Yunis, das im südlichen Gazastreifen liegt, mehrere Musikgeschäfte Warnungen, keine Popmusik zu verkaufen, sagte der 20jährige Khamis Abdeen, dessen Familienbetrieb Modeschmuck, Wäsche und Musikbänder verkauft. Abdeen fügte an, er habe die meisten Bänder und CDs aus den Regalen genommen. Nur einige Bänder mit den aktuellsten Liedern stehen noch dort, weil er hofft, diese schnell zu verkaufen. Zu Beginn des Jahres wurde ein Anschlag auf das Geschäft verübt. Dabei wurde ein Sachschaden von 5.000$ verursacht, sagte er.
Letzten Sonntag wurde ein weiteres Musikgeschäft in Khan Yunis angegriffen. Der 19jährige Besitzer al-Shaer sagte, er habe vor mehreren Monaten eine Warnung erhalten. Diese war mit „Shebab al-Islam“ (islamische Jugend), einer unbekannten Gruppe, unterschrieben. Er ignorierte sie. „Wenn sich diese Leute wirklich um ihre Religion kümmern würden, müssten sie eher das gegenseitige Morden stoppen“, äußerte sich al-Shaer nun ärgerlich.
In Gaza-Stadt sagte der 39jährige Shawki Abdel Karim, er habe bei den 24 Computern in seinem Internetcafé kürzlich den Zugang zu Internetseiten für Erwachsene gesperrt. Doch darüber hinaus kann er kaum etwas tun, um einen Anschlag zu verhindern, obwohl das Café getrennte Räume für Frauen und Männer hat.
„Die Bombenanschläge sind das neuste Zeichen einer Gesellschaft, die dem Druck von sechs Jahre währenden Kämpfen mit Israel, internen Auseinandersetzungen und tief verwurzelter Armut nachgibt“, sagte Anwar Wadi, Psychologe am „Gaza Community Mental Health Center“. „Dies ist eine vergiftete Gesellschaft. Seit Israel sich im Jahr 2005 aus dem Gazastreifen zurückgezogen hat, kommen versteckte Probleme an die Oberfläche.“
Polizeisprecher Shaheen sagte, das Lösen von Problemen durch gewalttätige Mittel sei zur Norm geworden. „Jeder hat Gewehre. Das Gesetz regiert nicht. Wir haben eine Stufe erreicht, wo ein Held daran gemessen wird, wie weit er das Gesetz brechen kann.“
(Haaretz, 07.03.2007)
Geschrieben von Eva-Maria Stuckel um 14:50
... braucht keine Feinde mehr", sagte der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Wohl wahr.
Die katholischen Bischöfe haben eine Pilgerreise in den Nahen Osten veranstaltet und wie das so ist mit Leuten, die meinen, sie müssten Politik machen, wurden neben der Gedenkstätte Jad Vaschem auch der Grenzzaun zwischen den palästinenschen Gebieten und Israel besucht. Als Bischöfe aus Deutschland und mit besonderer historischer Verantwortung sind sie dann auch sehr entsetzt: morgens schaut sich der Bischof Hanke nach eigenen Aussagen Fotos vom Warschauer Ghetto an, abends fährt er ins "Ghetto" nach Ramallah ... "Da geht einem doch der Deckel hoch."
Mittlerweile ist es peinlich geworden, sich die Juden zu vorher abgekarteten, theologischen Scheindiskursen in die Kirchen zu holen, also verlegt man die vermeintliche moralische Überlegenheit im bildlichen Angesicht "der Menschwerdung Gottes" nun auf die weltpolitische Schiene. Der Grenzzaun wird nach Worten des Kölner Kardinal Meisner zur "Berliner Mauer" und der Gottesmann zum Propheten: "Diese Mauer wird fallen." Bischof Mixa ist als Feuilletonschnarchnase übrigens auch wieder dabei und bezeichnet die Lage in den palästinensischen Gebieten als "Ghettoisierung" mit beinahe rassistischen Zügen.
So viel Absolution hat sich das deutsche Volk wirklich nicht erhofft: erst verhalten sich die Israelis nach den Worten der katholischen Schafhirten wie die Deutschen weiland in Warschau, dann kommt noch die deutsche-deutsche Grenze und die Mauer dazu und Rassisten seien sie auch noch. Wenn die Bischofskonferenz endlich die Katze aus dem Sack lassen würde, bekämen wir noch ein paar Schmankerl aus dem Mittelalter dazu serviert, aber so was trauen sich zurzeit nur nationalreaktionäre polnische Politiker. So muss sich der gemeine deutsche Bischof von den Fährnissen der deutschen Geschichte erst mal freischwimmen - und das geht am besten, wenn man auf die Nachfahren der Opfer von einst besonders infam einprügelt.
Dazu fällt mir eigentlich nur noch ein, was Alan Posener treffend beschrieben hat:
"Eine Mauer kann letztlich keine dauerhafte Lösung sein", so Rüttgers, "wer wüsste das besser als wir Deutschen". Eine Ungeheuerlichkeit. Dient doch die israelische Schutzmauer dazu, islamofaschistische Selbstmordattentäter herauszuhalten, während die deutsche Mauer dazu diente, das Volk drinnen zu halten; dient die israelische Mauer dazu, zwei Völker zu trennen, während die deutsche dazu diente, ein Volk zu trennen; ist die israelische Mauer ein "antifaschistischer Schutzwall", während die deutsche Mauer ein Akt der Barbarei gegen das eigene Volk war.
Geschrieben von Eva-Maria Stuckel um 13:43
Tschechien - Literarni noviny
Eine zweite Amtszeit des tschechischen Präsidenten?
Der einflussreiche tschechische Politologe Jiri Pehe spricht sich gegen eine zweite Amtszeit von Präsident Vaclav Klaus aus. Er widerspricht auch der gängigen Behauptung, Klaus' Amtsvorgänger Vaclav Havel sei der bessere Außenpolitiker gewesen, wohingegen Vaclav Klaus der bessere Innenpolitiker sei. "Eine eingehendere Analyse zeigt, dass Klaus während der bisherigen vier Jahre im Amt auch zu Hause versagt hat, mindestens ebenso wie in der Außenpolitik." Klaus sei beispielsweise nie wirklich "überparteilich" gewesen. "Beispiellos im europäischen Maßstab sind seine Ausfälle gegen die EU und speziell gegen die EU-Verfassung. Wenn es sein Name auf die Titelseiten westlicher Medien schaffte, dann nur dank seiner kontroversen Erklärungen, die nur ernst nimmt, wer sich gern lächerlich macht. Klaus lebt als nationaler Romantiker geistig tief in der Vergangenheit. Weitere fünf Jahre seiner Präsidentschaft würden dazu führen, dass die von ihm kultivierte 'tschechische Kleinheit' definitiv über das Europäertum obsiegen würde, das wir seit dem Fall des Kommunismus anstreben." (06.03.2007)
» zum ganzen Artikel (externer Link, tschechisch)
» weitere Artikel zum Thema (Innenpolitik/Tschechien)
Geschrieben von Eva-Maria Stuckel um 12:05
J*** und der große M*** haben wir zum Geburtstag doch tatsächlich eine Senseo-Maschine geschenkt: im beigeweißen Retro-Look! Nicht nur dass mich dieser Akt einfühlsamen Beschaffungswesens der schier unmöglichen Überwindung zum Shopping entledigt - an wirklich Überflüssigem kaufe ich nur Schokolade -, sondern nun kann ich auch jenseits des Büros mit der kontrollierten Koffeinzufuhr weitermachen. Und, nein, Werner ... es handelt sich politisch korrekt nicht um einzeln in Alufolie eingeschweißte Kapseln! Und die verbrauchten Pads können in die Biotonne :-)
Das Ding ist ungeheuer hygienisch und kommt somit meiner Neigung entgegen, Schmutz schon im Anfangsstadium des Entstehens zu vermeiden (ich hasse nämlich Putzen, da kommt man doch tatsächlich ins Schwitzen). Es ist selbst für Kaffeemaschinenidioten wie mich intuitiv begreifbar. Und endlich kann ich meinen Gästen wieder vernünftigen Kaffee anbieten und muss sie nicht auf den Rooibostee hinmanövrieren, den ich immer zu Weihnachten geschenkt bekomme. Oder Mineralwasser aus Deutschland, nicht aus Frankreich (lächerlicher hype, das).
Das Beste aber: um die Ecke hat ein neuer Aldi eröffnet, was eventuellem barrierefreien Quartierswohnen im Alter weiteren Vorschub leistet, und dieser bietet als Testsieger der Stiftung Warentest (gleichauf mit Douwe Egberts) Kaffeepads "mit vollem Aroma und feiner Crema" an, 20 Stück in einer Packung für 1,59 Euro, macht pro Tasse Kaffee 0,0795 Euro. Sollte ich es noch nicht erwähnt haben: bei Auswärtigen sorgt die Tatsache, dass Gladbeck auf dem Aldi-Äquator liegt - in Bottrop ist Aldi Süd, hier Aldi Nord - immer für ein großes Hallo.
Die Moreno Kaffeepads gibt es nur im Aldi Nord. Prekär und glücklich im Ruhrgebiet ... hier ist es möglich ;-) In München oder Düsseldorf wahrscheinlich eher nicht. ("Damals" hatten wir in der INTRO, unserer Hauspostille, immer eine Kolumne namens Hass auf Düsseldorf - dort war alles reicher, edler und schicker. *decadenti prominenti prominenti decadenti* Das hassten wir sehr und beschworen lachend seinen Untergang. Immerhin: auch DAF waren Düsseldorfer.) Nun hoffe ich, dass die neue Zaubermaschine mich daran hindert, zu viel Zeit zu verschlafen. Denn ist nicht Schlaf des Todes Bruder?
All the dreams that we were building
We never lived them
We could lose it, we should use it
(lessons in love) lessons in love
All the homes that we were building
We never lived in
Could be better (could be better), should be better
Lessons in love
If we lose the time before us
The future will ignore us
We should use it, we could use it (good God)
Lessons in love
--> Youtube.com: Level 42 - Lessons In Love
Geschrieben von Eva-Maria Stuckel um 12:56
Das offizielle schwedische Amtsblatt und die älteste noch erscheinende Zeitung der Welt, die Post- och Inrikes Tidningar, hat zum 01. Januar 2007 ihre Druckausgabe fast vollständig eingestellt und erscheint nur noch virtuell, also im Netz. Das war für mich eigentlich nur eine Nachricht, weil ich am Anfang meines Studiums vier Semester Schwedisch belegt hatte (was in Rahmen von Germanistik möglich ist) und in der letzten Zeit mit Erschrecken feststellen musste, dass mir "fast alles" flöten gegangen ist.
Das kommt davon, wenn man eine Sprache lernt und nicht die Gelegenheit auftut, diese auch anzuwenden. Immerhin war ich noch froh, spontan die Emails einer städtischen Angestellten erfassen zu können, die zwölf Jahre in Schweden gelebt und gearbeitet hat. Auf meiner Hoch-Zeit des Schwedisch-Studiums sah ich erstaunt und begeistert, dass das Norwegische fast zu 50 Prozent verstehbar ist (zumindest im Schriftlichen), wenn man eine skandinavische Sprache gelernt hatte. Aber da ich keine Ärztin bin, die dorthin auswandern könnte, hätte ich wohl doch besser Niederländisch gelernt - und unsere Nachbarn damit beeindruckt.
Da ich mich aber sogar sehr schwer tue, einen französischen Brief an Mme M*** in der französischen Partnerstadt von Gladbeck, Marcq-en-Baroeul, zu verfassen, werde ich der grünen Dezernentin för folkhälso- och miljöfrågor des schwedischen Landkreises Sörmland, deren Visitenkarte mir mein Fraktionskollege D*** einmal zugesteckt hatte, wohl lieber auf Englisch schreiben - bevor ich ihr gar nicht schreibe. Ich bräuchte mal eine einzige Woche frei von allen anderen Dingen, damit ich alle die Briefe schreibe, die ich mir vorgenommen habe.
Vor drei Tagen erhielt ich eine Email von L*** aus Münster. L*** ist ein paar Jahre jünger als ich, studierte Archäologie und arbeitet jetzt patchwork in der Werbung, patchwork im Museum. Wie viele Russlanddeutsche, die mit ihren Eltern in den 70ern nach Deutschland kamen, hat er seine Schulzeit auf der Waldorfschule verbracht, da Russisch dort als reguläres Unterrichtsfach angeboten wird. L*** ist in Tadschikistan geboren und hat sieben Jahre seines Lebens in diesem persischen Hochgebirgsland verbracht, er war katholischer Messdiener und ist wie viele Russlanddeutsche gläubig. Und er ist schwul.
Einer seiner Freunde, mit dem wir mal Sylvester verbracht haben, war ein vollkommen verklemmter Intellektueller aus Krakau, der wie einer der Evangelisten hieß. Der polnische Evangelist interessierte sich für meine Familienfotos aus Ostpreußen, für meine Ausgabe von Robert Musils "Mann ohne Eigenschaften" und war auch ansonsten ein äußerst anstrengender Typ. Er ging L***, der eher das Gegenteil von verklemmt darstellt, schon seit längerem auf den Wecker, unter anderem wegen seiner dunkelblauen Schmidt-Schnauze-Kapitänsmütze.
Nachdem ich ihn - der offenbar über Musil hinaus auch ein Fan von Ludwig Wittgenstein war, versuchte aufzulockern, indem ich eine Szene zwischen Wittgenstein und Keynes aus dem Film von Derek Jarman schilderte ("Nichts ist wie die Wärme eines anderen Menschen."), knallte er emotional offenbar total durch, wie wir hinterher erfuhren, und traktierte L*** in Permanenz mit diesem Satz, um die Beziehung zu retten. Wenn ich das vorher gewusst hätte ... danach fühlte ich mich schuldig des Satzes ;-)
Ich jedenfalls war ziemlich sauer, dass er die Krakauer Wurst, die ich extra für ihn vom schlesischen Metzger auf dem Gladbecker Wochenmarkt besorgt hatte, links liegen ließ mit den Worten "... was hier in Deutschland so als polnische Wurst verkauft wird". Später berichtete L*** uns mit sichtlicher Belustigung, dass der Evangelist in Krakau als ersten Freund einen katholischen Priester hatte, der sich zwischendurch immer den Penis abschneiden wollte. Ok: die Abneigung gegenüber Würsten schien wohl eine tiefenpsychologische Dimension zu besitzen.
L*** hat mich wieder daran erinnert, dass ich jetzt mal etwas Russisch repetieren sollte. Ein Termin mit zwei Kommilitoninnen, einer Lettlandrussin und einem Samowar in Essen steht jedenfalls schon fest. Es gibt ja Dinge, die tut man nur einmal - und das für die Ewigkeit. Für die Ewigkeit werde ich jetzt folgendes Gedicht des schwedischen Dichters Nils Ferlin zitieren und (hoffentlich ohne wesentlichen Fehler) übersetzen. Lieder, die man gelernt hat, behält man ja für gewöhnlich am besten.
När skönheten kom till byn
När skönheten kom till byn
då var klokheten där,
då hade de bara törne och galla.
Då sköto de efter henne med tusen gevär,
ty de voro ju så förklokade alla.
Då nändes de varken dans
eller glädje och sång,
eller något som kunde vådeligt låta.
När skönheten kom till byn --
om hon kom någon gång,
då ville de varken le eller gråta.
Ack, klokheten är en gubbe
så framsynt och klok
att rosor och akvileja förfrysa.
När byfolket hadde lärt sej
hans ABC-bok
då upphörde deras ögon att lysa.
Hårt tyngde de sina spadar
i åker och mull,
men fliten kom bara fliten till fromma.
De räknade sina kärvar -
för räkningens skull,
och hatade för ett skratt
och en blomma.
En gång skall det varda sommar,
har visorna tänkt,
en dag skall det tornas
rymd över landen.
Rätt mycket skall vara krossat
som vida har blänkt,
men mänskorna skola
lyftas i anden.
Nu sitter de der och spindlar
så smått och så grått
och kritar för sina lador och hyllor.
En dag skall det varda sommar,
har visorna spått.
Men visorna äro klena sibyllor.
Als die Schönheit ins Dorf kam
Als die Schönheit ins Dorf kam,
da war die Klugheit dort,
da hatten sie nur Dornen und Galle.
Da schossen sie nach ihr mit tausend Gewehren,
denn sie waren ja alle so unglaublich klug.
Da brachten sie weder Tanz
noch Freude oder Lieder über sich
oder etwas, das fahrlässig geklungen hätte.
Als die Schönheit ins Dorf kam --
wenn sie einmal kam,
da wollte sie weder lächeln noch weinen.
Ach, die Klugheit ist ein Kerl,
so umsichtig und klug,
dass Rosen und Aquileia erfrieren.
Als das Dorfvolk sich sein
ABC-Buch beigebracht hatte,
da hörten seine Augen auf zu leuchten.
Hart stießen sie ihre Spaten
in Acker und Erde,
aber der Fleiß frommte nur dem Fleiß.
Sie rechneten ihre Garben,
um des Rechnens willen,
und hassten wegen eines Lachens
oder einer Blume.
Eines Tages wird es Sommer werden,
haben die Lieder gedacht,
eines Tages soll sich der Raum
über das Land türmen.
Mächtig soll das zerbrochen werden,
was weit gestrahlt hatte,
aber die Menschen sollen
stattdessen erhoben werden.
Nun sitzen sie da und spinnen
so dürftig und so grau
und sparen für ihre Scheunen und Regale.
Eines Tages soll es Sommer werden,
haben die Lieder gesponnen,
aber die Lieder sind kleine Sibyllen.
Geschrieben von Eva-Maria Stuckel um 17:02
Ein Volk weint, es weint ohne Stimme. Zum Himmel steigt ein Weinen ohne Stimme. Horchst du in den Himmel, hörst du einen Schrei, den Schrei eines Volkes, das ohne Stimme weint.
Dragan Delić: Heimatschatten
Bilder und Gedichte nach dem Krieg
Mit einem Vorwort von Hans Koschnick
Abbildungen von Snježana Delić
Verlag: Kulturförderverein Ruhrgebiet, Gladbeck
ISBN: 978-3-931300-20-3; Preis: 9,80 Euro
68 S.; 15 Schwarz-Weiß-Zeichnungen; 13,5 x 21,5 cm
Erschienen: 1. Auflage 10.11.2006
Die Gedichte von Dragan Delić und die Zeichnungen von Snježana Delić sind Zeugnisse eines erbarmungslosen Krieges in Bosnien von 1992 - 1995: 100 000 Menschen wurden getötet, 2,7 Millionen wurden Flüchtlinge, 40 000 Frauen vergewaltigt. In der großen Öffentlichkeit scheint dieser Krieg vergessen zu sein. Aber bis heute sind die Spuren in den Menschen, an den Häusern, in den Wäldern und in dem geteilten Land sichtbar. Dieser Gedichtband gliedert sich in vier Lebensstationen: Krieg - Flucht - Erinnerung - Hoffnung. Die Gedichte und Zeichnungen zeigen, dass das Leben derjenigen, die der Hölle des Krieges entkommen sind, gezeichnet ist. Nur mühsam wird der Boden, auf dem sie neu stehen, tragfähig.
Dragan Delić wurde 1952 in Bosanski Šamac im Nordosten Bosnien geboren. Er verbrachte dort seine Kindheit mit den Eltern und Geschwistern. Nach der Schule studierte er an der Universität in Sarajevo. Als Diplomingenieur arbeitete er in der Firma Mebos in Bosanski Šamac. Für den serbischen Angriff war die Stadt Bosanski Šamac strategisch und militärisch wichtig: sie wurde am 17.4.1992 überfallen. Dragan Delić wurde festgenommen, gefoltert, verschleppt in verschiedene Lager und Zeuge von Ermordungen.
Snježana Delić, geb. Mandarić, wurde 1955 in Osijek (Kroatien) geboren. Nach dem Studium in Sarajevo arbeitete sie als Dipl.-Ökonomin an einer Schule in Bosanski Šamac. 1979 heiratete sie Dragan Delić und ihre Kinder Almerija und Fedja wurden 1981 und 1984 geboren. Ihr Interesse an der Kunst verwirklichte sie in der Freizeit. Nach der Okkupation der Stadt durch serbische Spezialeinheiten durfte sie als Kroatin nicht mehr arbeiten und verbrachte mit den Kindern fünf Monate in einer unerträglichen Situation.
Die Familie wurde im September 1992 im Schutz von UNPROFOR ausgetauscht und kam nach Gladbeck. Dragan Delić veröffentlichte 1993 das Buch „‚Sei tapfer und vergiss nichts!‘ Aufzeichnungen eines muslimischen Gefangenen in serbischen Lagern” im Fibre Verlag. 2oo2 waren Dragan und Snježana Delić Zeugen vor dem Internationalen Gerichtshof für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag.
Das Buch ist bei Amazon erhältlich, im örtlichen Buchhandel oder direkt beim Verlag.
Geschrieben von Eva-Maria Stuckel um 23:18
Der Zentralrat der Ex-Muslime hat sich gegründet und wird von so illustren Verbänden wie der Giordano-Bruno-Stiftung unterstützt. Weiter so! Die taz zitiert in diesem Zusammenhang die Islambeauftragte der SPD, Mdb Lale Akgün:Der neue Verein attackiert den Islam scharf: "Da der Islam in seiner konsequenten Form mit diversen Artikeln des Grundgesetzes kollidiert, kann er nicht den vollen Schutz des Grundgesetzes für sich in Anspruch nehmen", heißt es in einem Faltblatt. Dort kritisieren frühere Muslime auch das Tragen des Kopftuchs im öffentlichen Dienst.
Die scharfen Töne ärgern die Islambeauftragte der SPD, Lale Akgün. "Es stimmt nicht, dass der Islam nicht mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Das ist eine unzulässige Verallgemeinerung."
Nein, nein, das ist eine völlig zutreffende Feststellung. Es gibt nämlich keine Religion auf Erden, die mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Oder waren Jesus und Shiva vielleicht Mitglieder des Parlamentarischen Rates?
Diese Frage ist auch völlig irrelevant, da die Grundlage für alle nicht nur die Erklärung der Menschenrechte ist, sondern eben auch das Grundgesetz als Verfassung dieses Staates. Was kümmert es eine säkulare Gesellschaft, wie verschieden die Auslegungen welcher Religionen auch immer sein mögen?
Frei nach Karl Marx und den Feuerbach-Axiomen kann man besser sagen: Die Religionen haben die Welt verschieden interpretiert. Es kömmt aber darauf an, sie nicht gemäß diesen Interpretationen zu verändern.
Geschrieben von Eva-Maria Stuckel um 17:46
Bemerkenswert, wie schnell man über die Stränge schlagen kann. Auf Politically Incorrect - das Blog ist so proamerikanisch wie political correctness ein amerikanischer Begriff ist - erschien eine polemische Kritik über einen Artikel aus der Süddeutschen Zeitung, der sich mit Verständigungsproblemen zwischen Einwanderern und autochthonen deutschen Ärzten beschäftigt, und der Frage, warum die Behandlung von türkischen und arabischen Migranten für das deutsche Gesundheitssystem und den durchschnittlichen Kassenpatienten eine unerträgliche Belastung darstelle. Der Eintrag endet mit den Worten: "Gebetsteppich, Mahlzeiten aus elend geschächteten Tieren ... Wann sind wir endgültig Fremde im eigenen Land?"
Interessantes Staatsverständnis. Nach einer Einleitung, die merklich unterstellt, dass ausländische Patienten grundsätzlich "markieren" würden ("Sie sind immer "viel krank", "alles tut weh" und das Fieber beträgt immer "ungefähr 40 ..."), kommen die üblichen Horrorkabinett-Bilder von 30-köpfigen Großfamilien, die in Behandlungszimmern auflaufen und andere Patienten belästigen, und wahrscheinlich auch noch die Genitalverstümmelung ihrer Töchter auf Krankenkassenkosten durchführen lassen wollen:"Darüber sind wir sehr betroffen. Noch immer keine Beschneidungsspezialisten oder ständige Präsenz aller Fachärzte - beiderlei Geschlechts natürlich - die die häufigsten Migrantensprachen beherrschen."
Ich nehme doch an, dass die Autoren von Genitalverstümmelung bei Frauen und Mädchen reden und also hier den verharmlosenden Begriff "Beschneidung" fälschlicherweise verwenden ... oder ist vielleicht die Befürchtung gemeint, dass die Beschneidung der Vorhaut bzw. Zirkumzision bei männlichen Säuglingen oder Jungen künftig "kultursensibel" für jüdische und muslimische Eltern in deutschen Krankenhäusern zur Anwendung kommen könnte?
Seit Jahren wird in kommunalpolitischen Ausschüssen durch das Gesundheitsamt über die Vorsorgeuntersuchungen und medizinischen Behandlungen im Gesundheitsbereich berichtet sowie Pflegeheime, Krankenhäuser und die ambulante Versorgung vorgestellt. Als kränkelndes Kindchen bin ich selber fast wöchentlich zu Gast in diversen Arztpraxen und wurde auch schon operiert.
Im Großen und Ganzen kann ich diese Erfahrungen nicht teilen. In der Regel sehe ich muslimische Patienten alleine in den Sprechzimmern sitzen; junge Mädchen werden öfters von einer weiblichen Verwandten begleitet. Die Großfamilien gibt es natürlich, allerdings bestehen sie beinahe in gleicher Zahl aus urdeutschen Prollis oder Asozialen, wie mir manch genervter Bekannter schon zu berichten wusste.
Obwohl wir im Ruhrgebiet einen überproportional hohen Anteil von türkischen und arabischen Migranten haben, kann ich weder in den Arztpraxen noch in den Krankenhäusern einen überproportional hohen Anteil von Migranten erkennen. Vielleicht ist dieses in Duisburg-Marxloh anders. Aber viele muslimische Migranten suchen eben auch muslimische Ärzte auf, wenn das auch meines Wissens nicht die Regel ist.
Die periodisch erhobenen Impfzahlen für den Kreis Recklinghausen ergeben, dass der Anteil an Kindern aus Einwandererfamilien, die sich impfen lassen - vor allen Dingen die notwendige zweite Masernimpfung in Anspruch nehmen - überproportional über der deutschen Bevölkerung liegt. Das Vorsorgebewusstsein scheint hier höher zu sein bzw. die Angst vor Impfungen geringer. Die allgemeine Nachlässigkeit beim Impfen wurde vor einigen Monaten offensichtlich, als mehrere Kindergärten und Schulen im Ruhrgebiet (auch im Kreis Recklinghausen) von einer Masernepidemie heimgesucht wurden.
Die Katholischen Kliniken Emscher-Lippe, die vor längerem ihre Strukturmaßnahmen im Sozialausschuss der Stadt Gladbeck vorstellten (Stichwort: Bildung von regionalen Schwerpunkten wie Urologie, Gynäkologie etc.), wurden gefragt, wie sie mit Patienten umgehen, die nicht Deutsch sprechen. Der Leiter berichtete, dass Pfleger, Ärzte und Angestellte aus über 40 Nationen allein im Barbara-Hospital Gladbeck arbeiten, so dass außer bei einem Albaner noch nie ein Fall aufgetreten sei, wo nicht ohne externe Dolmetscher das Problem gelöst werden konnte. Ich kann dieses bestätigen: meine Narkoseärztin war Chinesin, meine Pflegerin kam aus Polen, meine nachbehandelnde Ärztin aus der Türkei. Als katholische Klinik, in der viele Nonnen - z. B. aus Indien oder Sri Lanka - arbeiten, verfügt das Barbara-Hospital übrigens über eine krankenhausinterne Kapelle, die allen Religionen offensteht.
Mag sein, dass andere Kliniken noch nicht über ein so differenziertes "multikulturelles" Personal verfügen, das also auch Dutzende von Erst-, Zweit- und Fremdsprachen "natürlicherweise" mitliefern kann. Man denkt ja immer sehr bescheiden im Ruhrgebiet und vor allen Dingen im kleinen Gladbeck, so dass diese Dinge schon selbstverständlich erscheinen. Offenbar ist das nicht in allen Teilen Deutschlands so und das bedaure ich zutiefst. Die Türen für Praktikanten aus anderen Bundesländern stehen aber sicherlich offen.
Ein katholisches Krankenhaus ist ein katholisches Krankenhaus und auch ich als Atheistin fände es nicht richtig, wenn dort ein muslimischer oder ein hinduistischer Gebetsraum errichtet würden. Umgekehrt würde das natürlich auch für ein muslimisches oder ein hinduistisches Krankenhaus gelten, dass der Gebetsraum kein christlicher sein kann. Für öffentlich getragene Kliniken gelten meines Erachtens andere Regeln: hier sollte radikal der Laizismus durchgesetzt werden, wie wir ihn aus Frankreich kennen; eine Frau (auch eine Muslimin) muss dort bereit sein, sich von einem männlichen Arzt behandeln zu lassen - und umgekehrt.
Es gibt nachgewiesenermaßen viele Probleme mit türkischen und arabischen Migrantenkindern in Kindergärten, weil manche Eltern diese von deutschen Kindern abschotten wollen. Diese Probleme sind zum Teil immens. Es gibt jedoch auch eine nicht unbeträchtliche Zahl an muslimischen Eltern, die ihre Kinder bewusst in einen kirchlich gebundenen Kindergarten oder eine katholische Schule geben, weil sie die dortigen Erziehungskonzepte zu schätzen wissen. Dass muslimische Eltern in ihrer großen Mehrheit besonders gerne öffentliche Kindergärten und Schulen aufsuchen würden, weil diese nicht christlich gebunden sind, ist ein Vorurteil.
Nun gibt es - sehr wenige, aber in steigender Anzahl - Kindergärten, die von jüdischen Einrichtungen betrieben werden. Die Küche ist in der Regel natürlich koscher und die Kinder beschäftigen sich dort mit jüdischen Traditionen. Im Zeitungsartikel, der vor Jahren die jüdische Kindertagesstätte in Dortmund vorstellte, war zu lesen, dass nicht nur jüdische, sondern auch christliche und muslimische Kinder diesen Kindergarten besuchen. Ob diese wohl auch zu "Fremden im eigenen Land" werden bzw. zu "Fremden" gegenüber dem Koran? Und sollte eine jüdische Kindertagesstätte Schweinefleisch und Cheeseburger anbieten, um zu beweisen, dass sie niemanden ausgrenzt und den Nicht-Juden nicht "ihre" Lebensweise "aufdrückt"?
In der WAZ vom 27.02.2007 erschien ein interessanter Artikel über das Duisburger Altenheim "Haus am Sandberg", das vom Deutschen Roten Kreuz geplant wurde und in dem der Anteil türkischer Migranten ca. 20 Prozent beträgt. Bezeichnenderweise heißt der Untertitel "Oder: Warum Frau Yilmaz dann doch lieber Weißbrot mit Marmelade zum Frühstück wollte":Überraschungen der praktischen Art gab es auch: "Das war bei unserer Frau Yilmaz, die erste Türkin, die damals einzog", erinnert sich der Heimleiter. Wochenlang wurde ihr ein Frühstück serviert, von dem man glaubte, sie würde sich damit wie zuhause fühlen: Gurken, Tomaten, Fladenbrot, Oliven und - natürlich - Tee. "Nach einigen Wochen erklärte uns die Tochter, dass ihre Mutter eigentlich viel lieber Kaffee trinkt und Weißbrot mit Marmelade isst." 35 Jahre in Deutschland hinterlassen Spuren. (...)
Neben einem Tunesier und zwei Holländern leben zur Zeit 15 türkische Senioren im Haus am Sandberg. Damit Muslime ihre Religion ausüben können, wurde ein Gebetsraum eingerichtet. "Bei Baubeginn kletterte ein Hodscha mit dem Architekten in die Baugrube, um die Ausrichtung nach Mekka festzulegen", erinnert sich Krause. (...)
Unter den Fachkräften des Hauses haben 18 Migrationshintergrund. Der Willkommensgruß "Merhaba" durch die Zweisprachigkeit der Mitarbeiter wird hier zum erlösenden Moment für einen türkischen Bewohner, der neu einzieht. Wie bei Frau Cevic. Dass Pfleger Zeki Günes (27) Deutsch und Türkisch spricht, ist für sie eine Wohltat, für die Idee des multikulturellen Wohnheims Voraussetzung. Seinen Charme lässt Zeki Günes bei Dilber Cevic aber genauso spielen wie bei Else Bohnensack, die früher ein Tanzlokal führte. "Unsere deutschen Heimbewohner kommen zumeist hier aus der Umgebung. Für sie ist die Attraktivität der Wohnanlage entscheidend."
Demgegenüber steht Dr. Jens Friebe, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Institut für Erwachsenenbildung, rein ethnischen Konzepten wie in Berlin, wo ein türkisches Altenheim geplant wird, skeptisch gegenüber, da sie nicht der Integration dienten und von den Medizinischen Diensten schwer zu kontrollieren seien. Selbstredend: die staatliche Kontrolle und die Kontrolle durch MDK, Pflegekassen und Gesundheitsamt muss bei allen Alten- und Pflegeheimen gleich streng sein - ob bei einem öffentlichen bzw. einem privaten Träger oder einem Wohlfahrtsverband bzw. Verein.
Aber da es genügend muslimische Migranten gibt, die unter sich bleiben wollen, und genügend Deutsche, die nicht "Fremde im eigenen Altersheim" sein möchten, wird es neben den vorbildlichen Konzepten wie der vorgestellten Duisburger Einrichtung auch solche geben, die auf monoethnische Segregation setzen. Damit wäre dann allen gedient: den Muslimen, die die Deutschen als Ungläubige betrachten und "Herr im fremden Haus" sein wollen; den Deutschen, die sich durch Muslime belästigt fühlen und Angst haben, nicht mehr "Herr im eigenen Haus" zu sein - und dem Rest unter Autochthonen und Einwanderern, denen das alles irgendwie schnuppe ist und die es schaffen, gemeinsam unter einem Dach zu leben.
Kommen wir noch mal auf die zitierte Bemerkung vom Anfang zurück: Gebetsteppich, Mahlzeiten aus elend geschächteten Tieren ... Wann sind wir endgültig Fremde im eigenen Land?" Wandeln wir dieses Zitat um in "Tora, Talmud, Mahlzeiten aus geschächteten Tieren, männliche Beschneidung .... Wann sind wir endgültig Fremde im eigenen Land?" und man fühlt sich unweigerlich ein paar Jahrzehnte zurückversetzt.
Ich halte die Gleichsetzung von Antisemitismus mit dem interessegeleiteten Begriff der Islamophobie für eine Verharmlosung von Antisemitismus, mit dem davon abgelenkt werden soll, dass rassistische Übergriffe gegen Juden mittlerweile zum großen Teil von muslimischen Jugendlichen begangen werden. Aber das Menetekel fremd erscheinender Gebetsriten und religiöser Nahrungsgewohnheiten bedeutungsschwanger an die Wand zu malen, erinnert an die antijudaistischen Vorwürfe des Mittelalters. Ein polnischer EU-Abgeordneter hat diesen altertümlichen Separationsvorwurf nun in einer vom EU-Parlament finanzierten Broschüre der Öffentlichkeit kundgetan und das uralte Vorurteil gegen Juden gedrescht, das sich diese selbstständig von der Mehrheitsgesellschaft abtrennen würden, um unter sich zu leben, und für die christliche Mehrheitsgesellschaft letztlich "unsichere Kanonisten" seien.
Man kann übrigens niemandem verbieten, sich zu "separarieren", wenn er damit nicht anderen schadet oder gegen die allgemeine Gesetzesordnung, wie sie für ein demokratisches Land üblich ist, verstößt: das gilt für die sudentendeutsche Landsmannschaft genauso wie für die Zeugen Jehovas, für die Russlandeutschen genauso wie für die Marokkaner, für die Juden genauso wie für homosexuelle Frauen. Der Staat muss durchsetzen, dass jeder zur Schule geht und auch jeden Unterricht besucht, dass Menschen nicht gegen ihren Willen verheiratet werden, dass aus religiösen Gründen nicht ganze Körperteile amputiert und die Geschlechter in öffentlichen Einrichtungen nicht getrennt werden.
So muss es jedem möglich sein, auch weiterhin in einem öffentlichen Krankenhaus Schweinefleisch auf den Teller zu bekommen oder auch nicht, wenn Vegetarismus, Religion oder Gesundheit dagegen sprechen. Wem das nicht weit genug geht, wer es nicht erträgt, dass der Zimmernachbar halal oder koscher, Blutwurst oder vegan isst, der muss sich in private Einrichtungen begeben. Und deshalb wird es immer mehr davon geben wie es auch Orte des gegenseitigen (man betone: gegenseitigen) Aushaltens geben wird. So kann sich dann jeder so fremd oder so heimatlich fühlen, wie er gerne möchte.
Geschrieben von Eva-Maria Stuckel um 13:23
... oder: wie die Oscar-Verleihung an Al Gore die Industrie beeindruckt.
Die ultrarechten Sozialneider werden nicht müde, Al Gore's Stromrechnung als Gegenbeweis für seine Bemühungen in Sachen Klimaschutz auszugraben oder sich über die Dienstwagen von Umweltpolitikern auszulassen. Es tut mir ja Leid, dass die Braunkohle-Junkies nicht mit dem sexiest man alive ein Schwätzchen in der Oscar-Lounge halten konnten. Und so mancher Kauknochen ist wohl hinüber gegangen, als Mr. Vice-President mit Leonardo DiCaprio auf der Bühne herumschäkerte.
Es muss sehr bitter sein, dass der weltweit bedeutendste Ort für Glamour und rote Teppiche so offensichtlich in der Hand von Linksliberalen, Schwulen und Radikalfeministen ist: "Nicht zu vergessen, der Einfluss Hollywoods. Im amerikanischen Filmbusiness arbeiten viele jüdische Produzenten, Regisseure und Schauspieler. Auch sie sind traditionell liberal eingestellt und unterstützen die Wahlkampagnen der demokratischen Kandidaten ..." Tja, so kann man sich täuschen - und sitzt letztlich dem gleichen Vorurteil auf wie alle Deutschen, die mit ihrer scheinheiligen Gnade der späten Geburt meinen, die Juden seien "schuld" daran, dass George W. Bush zum Präsidenten gewählt wurde.
Richard Chaim Schneider schreibt weiter im Jahre 2004: "Doch wer dies glaubt, wird eines Besseren belehrt. Denn rund zwei Drittel der amerikanischen Juden werden wohl erneut die Demokraten und damit John Kerry wählen, das belegen aktuelle Umfragen. Das ist nicht wirklich überraschend, schließlich wählt die jüdische Bevölkerung traditionell seit Jahrzehnten demokratisch. In den USA ist dies durchaus bekannt. James Baker, Außenminister von Präsident George Bush senior, rief deshalb im Präsidentschafts-Wahlkampf 1992 einfach nur "fuck the jews!", als die Frage aufkam, ob sich die Republikaner mehr um die jüdische Wählerschaft bemühen solle. Er hatte Recht: Die Juden wählten Bill Clinton."
Geschrieben von Eva-Maria Stuckel um 17:02
